Elisabeth Treskow Vita

1905 - 1913 Bochum, Städtisches Lyzeum
1913 -1914 Hagen, Silberschmiede, Ziseleur Franz Zwallo
1913 - 1915 Essen, Kunstgewerbeschule (Thorn-Prikker)
1915 - 1917 Schwäbisch Gmünd, Staatliche Höhere Fachschule für
Edelmetall Industrie
1917 - 1918 München, Lehre bei Prof. Rothmüller
1918 Gesellenprüfung
1918 - 1919 München, Gesellentätigkeit bei Prof. Rothmüller
1919 Bochum, seither selbständig
1924 Düsseldorf, Meisterprüfung
1923 - 1943 Essen, eigene Werkstatt
1943 - 1948 Detmold, eigene Werkstatt
1948 Köln, Berufung als Leiterin der Klasse für Gold und
Silberschmiede an die Werkkunstschule.

E. Treskow gehört zu den bedeutenden deutschen Vertreterinnen der klassischen* Goldschmiedekunst.

In Anlehnung an die Wiener Werkstätte zunächst florale Formen, die im Laufe der Jahre abstrahiert werden. Ab 1923 Hinwendung zu geometrischen Formen, technisch herrscht die Durchbruchs- und Montagearbeit vor. Ende der 20er Jahre tritt eine Formenberuhigung ein, die Goldschmiedin entwickelt großes Interesse an der Antike: Entdeckung der Granulationstechnik (um 1930), als Motive werden szenische Darstellungen und Tiere bevorzugt.

Druckwerk "Kölner Werkschulheft 14"
Im Archiv des LIV, 2019 überbracht durch Björn Broda, Meerbusch

 

Bilder von ihren Arbeiten
Im Archiv des LIV,  2019 überbracht durch Björn Broda, Meerbusch und aus der Domschatzkammer Köln

1950er Jahre Runder Anhänger mit Smaragd

18 kt Gelbgold.
Gebuckelte Scheibenform konzentrisch belötet mit Filigrandrahtringen und mittig äjour gefasst mit einem hellen Smaragdcarre (ca. 10,79 x 9,81 mm).
Scharnierte Rundöse.

Elisabeth Treskow, Köln, 1950er Jahre.

1950er Jahre Ring mit antikem Widderkopf

18 kt Gelbgold.
Münze: Electron (Gold-Silber-Legierung).
Geschmiedeter Mantelring.
Runder bombierter Ringkopf mit feiner Flächengranulation gefasst mit acht Rubincabochons und einer seltenen hellenistischen 1/6 Stater-Münze (Hekte) mit Darstellung eines Widderkopfes und eines Hahns.

Elisabeth Treskow, Köln, 1960er Jahre.

Provenienz Provenance

1950er Jahre Stabbrosche mit Granulation

14 kt Gelbgold.

Geschweifte Bandform mit stilisiertem Granulationsdekor.

Elisabeth Treskow, Köln, 1950er Jahre.

1955
1959
1959
1960er Jahre Anhänger im Renaissancestil mit Orientperle

18 kt Gelbgold.
An zweifacher Haferkorn-Kettenaufhängung geschmiedete vollplastische Darstellung eines liegenden Widders, dessen Leib eine große barocke Naturperle mit feinem Lüster bildet (ca. 15 x 22,9 mm).
Der naturalistische Kopf hohl gegossen und fein ziseliert, das Fell aus aufgeschmolzenen Goldfäden gestaltet.

Handgearbeitete Fuchsschwanzkette mit Schließe in Form einer 8. Perle mit kleiner Beschädigung.

Elisabeth Treskow, Köln, i96oer/7oer Jahre.

Dieses außergewöhnliche Kleinod war eine Auftragsarbeit und ein Geschenk für die ursprüngliche Besitzerin, die Sternzeichen Widder war. Die außerordentlich qualitätvolle Goldschmiedearbeit orientiert sich stilistisch und formal an spanischen Anhängern des 16. Jh. Auch hier bildet die unregelmäßig geformte große Perle das Zentrum der Komposition. Die Goldschmiedin nutzte sie sehr geschickt, um den Korpus mit seinem wolligen Fell und den Oberschenkel des Hinterbeins darzustellen. Die Ausführung des naturalistischen Widderkopfs mit den hohlen Augenhöhlen und dem Relief aus wellenförmig aufgeschmolzenen Goldfäden erinnert dagegen an antike Goldschmiedearbeiten aus dem Mittelmeerraum. Eine Referenz an den Auftraggeber, der Archäologe war.

1960 https://de.wikipedia.org/wiki/Domschatzkammer_K%C3%B6ln
1960 https://de.wikipedia.org/wiki/Domschatzkammer_K%C3%B6ln
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ohne Jahresangabe
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